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Der Bundestag hat entschieden: Sicherheitsbeauftragte müssen künftig erst ab 50 Beschäftigten bestellt werden. Damit hebt das Parlament die bisherige Grenze von 20 Beschäftigten deutlich an. Die BG BAU, ZDB, HDB und IG BAU begrüßen die neue Regelung. Sie betonen, dass sich der Einsatz von Sicherheitsbeauftragten stärker an den tatsächlichen Gefährdungen orientieren soll.
Save the Date: 21. April 2026, 15:30–16:30 Uhr (Online)
Für viele Unternehmen wirkt die Gefährdungsbeurteilung (GBU) für psychische Belastung wie ein notwendiges Übel – aufwendig, schwer greifbar, wenig Nutzen. Die zentrale Frage lautet: Wie gelingt eine GBU Psyche, die im betrieblichen Alltag wirklich etwas bewegt – statt nur als Pflichtaufgabe abgehandelt zu werden? Darüber diskutieren Basi-Geschäftsführer, Dr. Christian Felten, und Ivon Ames, Arbeits- und Organisationspsychologin sowie Vizepräsidentin des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).
Soziale Gerechtigkeit zeigt sich im Arbeitsalltag oft dort, wo man sie nicht sofort vermutet: in verlässlichen Schutzsystemen, fairen Regeln und Rahmenbedingungen, die allen Menschen eine sichere und gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2026 macht die Basi – Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – gemeinsam mit ihren Mitgliedern darauf aufmerksam, wie eng Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz mit Chancengleichheit verbunden sind.
„Prävention ist von besonderer Bedeutung, weil es ein realistisches Ziel ist, berufliche Krebserkrankungen in Zukunft vollständig zu verhindern – vorausgesetzt, die Forschung ermöglicht, entsprechende Einwirkungen zu identifizieren, zu beseitigen oder zu ersetzen und die Beschäftigten dort zu schützen, wo dies nicht möglich ist“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Brüning. Er ist Direktor des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV (IPA) in Bochum, das sich auf die Forschung und die Schwerpunkte Prävention und Früherkennung beruflicher Krebserkrankungen fokussiert.
Deutschlands Arbeitswelt war 2024 so sicher wie nie seit Beginn der einheitlichen Erhebung – das zeigen der Unfallverhütungsbericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Berichtsjahr 2024“ (SuGA) und die Statistiken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Gleichzeitig wird deutlich: Der Rückgang verläuft nicht in allen Branchen gleich, Wegeunfälle bleiben relevant, und asbestbedingte Erkrankungen prägen weiterhin das Bild der Berufskrankheiten.
Nicht „die Stechuhr per Gesetz“ ist seit Beginn des Jahres 2026 neu, sondern vor allem die praktische Relevanz der bereits bestehenden Pflicht: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte bereits 2022 beschlossen, dass Arbeitgeber die gesamte tägliche Arbeitszeit erfassen müssen; die Form war bis auf Weiteres freigestellt (auf Papier oder digital). Elektronische Erfassung war politisch vorgesehen, aber noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Das BMAS bestätigt nun, dass die Aufzeichnungspflicht gilt und es unzulässig ist, auf eine Reform zu warten.
Wie KI, Robotik und gesunde Führung die Zukunft der Arbeitswelt formen – und der Mensch dabei im Mittelpunkt bleibt: Mit rund 3.000 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland hat der 39. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der A+A Kongress 2025, erneut seine Rolle als führende Plattform für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit bestätigt. In über 100 Veranstaltungen mit 330 Referierenden wurden aktuelle Herausforderungen, innovative Lösungen und zukunftsweisende Strategien diskutiert – praxisnah, interdisziplinär und international.
Dr. Christian Felten ist erneut zum Vizepräsidenten der Internationalen Sektion für Prävention im Transportwesen der International Social Security Association (ISSA) gewählt worden. Die Wiederwahl unterstreicht seine internationale Anerkennung als Gestalter moderner Arbeitsschutzstrategien. Er war in Kuala Lumpur beim World Social Security Forum (WSSF 2025) im Einsatz – dem weltweit größten Treffen zur sozialen Sicherheit.

