Skip to main content Scroll Top
  • Home
  • Aktuelle Themen
  • DocStop: Ausgezeichnete medizinische Hilfe für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer unterwegs

DocStop: Ausgezeichnete medizinische Hilfe für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer unterwegs

Wer krank am Steuer sitzt, gefährdet sich und andere. Der Verein DocStop für Europäer sorgt seit fast 20 Jahren dafür, dass Berufskraftfahrerinnen und -fahrer auch fern der Heimat schnell ärztliche Hilfe bekommen. Für dieses Engagement erhält er den Europäischen Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge 2026.

Für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer ist der Weg zum Arzt oft schwierig: Sie sind tagelang unterwegs, kennen sich vor Ort nicht aus und sprechen häufig nicht die Landessprache. An diesem Punkt setzt DocStop an. Die 2007 gegründete Initiative vermittelt einheimischen und ausländischen Fahrenden unkompliziert medizinische Versorgung entlang ihrer Route, damit sie nach der Behandlung, sofern medizinisch vertretbar, sicher weiterfahren können.

In Deutschland gehören inzwischen über 700 Arztpraxen und Kliniken zum Netzwerk. Das Angebot wurde unter anderem auf Frankreich und Österreich ausgeweitet und um eine 24-Stunden-Hotline sowie Telemedizin ergänzt. Behandelt werden vor allem Beschwerden, mit denen man sonst zum Hausarzt gehen würde: starke Erkältungen, anhaltende Kopfschmerzen, plötzliche Rücken- oder Zahnschmerzen. Was harmlos klingt, kann am Steuer die Konzentration erheblich beeinträchtigen. Besonders riskant wird es, wenn Fahrende ohne ärztlichen Rat zu Medikamenten greifen, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Getragen wird die Arbeit von großem ehrenamtlichem Einsatz der Vereinsmitglieder und des Vorstands.

Dieses Engagement würdigen EVU, DEKRA und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) nun mit dem Europäischen Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge, den sie zum 37. Mal vergeben haben. Nach 36 Einzelpersonen geht der Preis damit erstmals an eine Ehrenamts-Initiative. Vereinsvorsitzender Joachim Fehrenkötter nahm die Auszeichnung auf der EVU-Jahrestagung im slowakischen Žilina entgegen.

Foto: Preisverleihung in Žilina (v. l.): Prof. Dr. Hermann Steffan (Präsident der EVU), Joachim Fehrenkötter (Vorsitzender DocStop), Barend Hauwetter (DVR), Peter Rücker (DEKRA Automobil GmbH). Credit: © DEKRA

Weitere Beiträge

Weitere Beiträge

Die Basi im Dialog – Save the…
15. September 2026, ab 15:30 Uhr (online): Krisen, Kriege, Transformation, Fachkräftemangel, Digitalisierung: Die Herausforderungen für Unternehmen werden nicht…